Reisebericht Rumänien

vom 5. – 26. September 2004

Ausrichter: Manfred und Hermine

Teilnehmer: Herbert und Marianne, Edi und Wanda, Hubert und Helga, Lutz und Gaby mit Bordhund Nicky, Erika, Klaus und Hella, Willi und Christel - wir alle sind Mitglieder des RMC Braunschweig e.V. - geführt werden wir von Ferdi und seinem Cousin Albert

Dienstag, 7. Sept.: Wir, Erika, Gaby und ich, treffen in Üröm/Ungarn mit unserer Gruppe zusammen, um von hier unsere Rumänienrundreise gemeinsam zu starten. Bis hier sind wir getrennt angereist. Die Begrüßung ist herzlich und wir verbringen die Nacht auf einem super gepflegtem Campingplatz.

Mittwoch, 8. Sept.: Weiterfahrt durch Budapest (Durchfahrt 1 ½ Stunden, irres Verkehrsaufkommen, gute Beschilderung) nach Rümänien. Die Grenzabfertigung verläuft absolut unproblematisch. Nach der Grenze fahren wir alle die Tankstelle an. Der Weg nach Felix, dem besten und größten Thermalbad des Landes geht vorbei an Oradea. Der Straßenzustand ist spürbar schlechter geworden.

Donnertsag, 9. Sept.: Ruhiger Tag in Felix mit Besuch des Thermalbades, Bummel durch den Ort, der Geldwechsel (1 € = 39.800 Lei) macht uns alle zu mehrfachen Millionären.

Freitag, 10. Sept.: Wir besichtigen Oradea. Fahrt mit Kleinbus und Straßenbahn, die offensichtlich aus der ehemaligen DDR stammt. Die Altstadt verfügt über ehemals prächtige Häuser, die dringlichst restauriert werden müssten. Die lange Fußgängerzone wird intensivst zum „Bügelschieben“ genutzt. Mittags fürstlich gespeist.

Samstag, 11. Sept.: Ruhiger Tag in Felix – Thermalbad – Shopping – Essen gehen.

Sonntag, 12. Sept.: Warten auf Ferdinand, unseren „Führer“ auf unserer Rumänientour. Unser treuer Bordhund Nicky wird immer apathischer, so dass wir nach einem Tierarzt suchen - dieser kommt zum Mobil – Diagnose: Bronchitis. Am frühen Nachmittag trifft Ferdi ein, so dass wir dann nach Garda starten. Wir übernachten direkt vor der Polizeistation. Die Zufahrt führt über eine abenteuerliche Holzbrücke, die angeblich 18 Tonnen tragen soll. Selbst den Fahrern der leichteren Mobile wird es mulmig im Magen. Zum gemeinsamen Abendessen im Lokal des Bürgermeisters gibt es zum Essen einen Selbstgebrannten Marke Fleckenwasser.

Montag, 13. Sept.: Heute wollen wir die Eishöhle besichtigen. Die zugesagten geländegängigen Transportfahrzeuge zur Höhle treffen aber nicht ein. Nach fast zwei Stunden Wartezeit geben wir auf und fahren nach Cluj-Napoca (Klausenburg). Die Strecke entpuppt sich als Stoßdämpferteststrecke. Ein Teil ist vierspurig und gut ausgebaut – fast wie Autobahn – wenn da nicht immer wieder Pferdefuhrwerke fahren würden. Auf dem hiesigen CP machen wir Station.

Dienstag, 14. Sept.: Wir fahren mit Taxen in das Zentrum von Klausenburg. Hier besichtigen wir das sehenswerte Apothekermuseum, beginnend von 1753 und die große Basilika. Dank Ferdi gelingt es auch die Klausenburger Oper von innen zu besichtigen – absolut beeindruckend. Nach einem anschließenden Stadtrundgang geht es zurück auf den CP. Hier essen wir abends Krautwickel Siebenbürger Art, es war lecker.

Mittwoch, 15. Sept.: Auf passablen Straßen geht es nach Bistrita (Bistritz). Hier stehen wir auf einem Parkplatz am Stadtpark. Hier übergeben wir einen grossen Teil der mitgebrachten Hilfsgüter an einen Vertauensmann von Ferdi. Wir selbst gehen mit Nicky noch einmal zu einem Tierarzt – Diagnose: voraussichtlich Vergiftung. Stadtbesichtigung und opulentes Abendmahl folgen.

Donnerstag, 16. Sept.: Ferdi, der aus Bistritz stammt, wollte über seinen Cousin Albert dunkles Brot besorgen lassen. Als es ankommt, ist es weiß – wie sollte es auch anders sein. Ab hier begleitet uns Albert mit im WOMO von Ferdi. Albert wird sich noch als Organisationstalent auf unserer Rundfahrt bewähren. Er ist eine echte Bereicherung. Unsere Fahrt führt uns in die Karpaten mit wunderschöner Landschaft ähnlich dem Allgäu, viel Berge und satte Wiesen. Wir besuchen das kommerziell ausgeschlachtete Draculagrab. Weiterhin führt unsere Fahrt nach Moldovita. Hier besuchen wir das Kloster. Die deutschsprachige Ordensschwester „Rabiata“, resolut und bestimmt, erklärt uns anhand der Wandmalereien innen und außen an der Kirche die biblische Geschichte. Vor den Toren des Klosters übernachten wir.

Freitag, 17. Sept.: Wir starten zum Kloster Sucevita – sicherlich das prächtigste der drei Klöster. Hier führt uns die deutschsprachige Schwester „Lieblich“ durch das Museum und die Klosterkirche. Die gesamte Klosteranlage ist sehr prächtig. Die Weiterfahrt führt uns zum Kloster Voronet. Obwohl es das sehenswerteste sein soll, macht es keinen gepflegten Eindruck. Wir werden von der Schwester „Nixnutzia“ geführt. Sie erklärt wenig und nur auf rumänisch. Aber unser Ferdi wird zum Bruder „Translatus“ und übersetzt. Unsere Weiterfahrt endet heute am südlichen Ende des Sees „Lacul Izvoru Munteli“ in einer Motelanlage. Hier stellen wir bei Klaus einen „Platten“ auf einem der Zwillingsreifen fest. Ursache ist ein Hufnagel, kein Wunder bei den vielen Pferdefuhrwerken. Abends trifft noch Perestroika Tours mit 19 Fahrzeugen ein, Mobile und Gespanne.

Samstag, 18. Sept.: Unsere Fahrt führt uns durch wunderschöne Schluchten und herrliche Pässe des Bikaz-Gebirges. Wir genießen die wunderschöne Landschaft. Am Nachmittag ist unser Weg gesperrt. Ein Tanklastzug ist umgekippt und versperrt die Straße. Wir übernachten in Brejcu auf dem „Marktplatz“. Abends wird noch das Dorffest besucht.

Sonntag, 19. Sept.: Die Straße ist wieder frei und wir treten die Weiterfahrt nach Braila an. Die Straße heute ist überwiegend gut. Wir fahren hier einen Campingplatz an. Willi muß am nächsten Tag die Werkstatt aufsuchen. Seit einigen Tagen hat sein Wagen Nebengeräusche, die sich verschlimmert haben.

Montag, 20. Sept.: Klaus lässt seinen Reifen flicken. Willi fährt in die Werkstatt. Das Radlager des vorderen linken Rades ist kaputt – kein Ruhmesblatt für Fiat, da der Wagen erst 26.000 km gelaufen ist und noch nicht einmal zwei Jahre alt ist. Am Nachmittag setzen wir auf ein Gelände neben der Werkstatt, einem rumänischen Recyclinghof, um, da Willi und Christel dort im Mobil übernachten, denn das neue Radlager kommt erst am nächsten Tag. Ein rumänischer Pizza-Bringdienst versorgt uns vorzüglich zum Abendbrot.

Dienstag, 21. Sept.: Die Reparatur an Willis Mobil zieht sich hin. Um 17.00 Uhr ist es endlich geschafft. Willi und Ferdi müssen noch wegen der Abrechnung nach Braila rein fahren. Die Gruppe fährt inzwischen zur Donaufähre. Schiff und Anlegestationen sind etwas ungewöhnlich, der Zustand der Anlegestellen und der Fähren entspricht nicht den allgemeinen Vorstellungen. Nach knapp 30 Minuten sind wir am anderen Donauufer. Jetzt beginnt die Fahrt gegen die Uhr zu unserem Campingplatz in Murighiol. Hier treffen wir kurz nach Einruch der Dunkelheit ein. Willi und Ferdi folgen ca. 45 Minuten später.

Mittwoch, 22. Sept.: Um 9.00 Uhr brechen wir mit drei kleinen Motorbooten zu einer vierstündigen Fahrt durch das Donaudelta auf. Eine tolle Fahrt durch Schilfgürtel, Seerosenteppiche, Seen und Kanäle sowie üppigste Natur mit vielen Wasservögeln erleben wir. Langsam macht sich kalter Wind auf, der schlechtes Wetter bringt. Mittags essen wir im Restaurant des Campingplatzes. Am Nachmittag setzt Regen ein, so dass wir die Zeit in den Mobilen verbringen.

Donnerstag, 23. Sept.: Wir brechen auf nach Constanta. Nicky geht’s es wieder schlechter. Unterwegs halten wir zum Einkaufen. Hier wird der nächste „Platte“ bei Manfred an den Zwillingsreifen bemerkt. Manfred lässt gleich hier den Schaden beheben – ein Stein hatte sich zwischen die Reifen geklemmt und eine Reifenflanke aufgeschnitten. Wir lassen für Nicky einen Tierarzt kommen. Über Istria, einer sehenswerten Ausgrabungsstätte, fahren wir zum Campingplatz „Hanul Piratilor“ bei Constanta. Hier gibt es eine Tierklinik, die wir mit Nicky aufsuchen. Sie wird gründlich untersucht – schwere Bronchitis bzw. Lungenentzündung. Wir beschließen am nächsten Morgen uns von der Gruppe zu trennen und nach hause zu fahren.

Freitag, 24. Sept.: Wir starten um 6.45 Uhr vorbei an Bukarest, Pitesti, Sibiu, kurz vor Deva übernachten wir vor einem bereits geschlossenem CP. Es ist 19.30 Uhr. Die Fahrt auf dem katastrophalem Südring um Bukarest hat über 1 ½ Stunden gedauert.

Samstag, 25. Sept.: Um 7.00 Uhr starten wir. Über Arad nach Szeged in Ungarn, vor Kecskemet gehen wir auf die Autobahn. Wir fahren vorbei an Budapest bis unmittelbar vor die Slowakische Grenze kurz vor Bratislava. Hier fahren wir um 17.00 auf den Campingplatz in Hegyeshalom. Autobahnvignette = 13 €.

Sonntag, 26. Sept.: Um 7.00 Uhr geht es weiter auf der Autobahn durch die Slowakei – diesmal für 20 € (Hinfahrt 23 € bzw. Gruppe 29 €), weiter durch Tschechien für 18 € Maut (Hinfahrt 12 €). Jede Vignettenverkaufsstelle hat ihre eigenen Preise. Um 19.00 Uhr treffen wir wieder zu hause ein. Nicky geht es etwas besser, morgen geht es zu unserem Tierarzt.