Reisebericht Marokko

9. Januar – 26. März 2005

Teilnehmer: Traudel und Klaus, Erika, Hermi und Manfred

 

 

Samstag, 8. Jan.: Um 10.30 Uhr starten wir mit Erika in Wolfenbüttel bei strahlendem Sonnenschein. Doch leider trübt es sich sehr schnell ein. Wir fahren bei starkem Süd-Westwind, das merken wir am Durchschnittsverbrauch an der Tankstelle, und zuletzt auch noch bei Regen bis Offenbach. Hier machen wir Station auf dem Gelände des Offenbacher Caravaning Center, das um 22.00 Uhr verschlossen wird.

Sonntag, 9. Jan.: Kurz vor zehn treten wir unsere nächste Etappe an – wieder bei strahlendem Sonnenschein, und wieder trübt es sich etwas später ein. Bei wechselndem Wetter erreichen wir um 14.00 Uhr Neuenburg. Vor dem Sportcenter übernachten wir.

 

Montag, 10. Jan.: Um 8.00 Uhr starten wir. Kaum haben wir die Grenze nach Frankreich überfahren, hüllt uns reichlich Nebel ein, der fest in den Tälern der Vogesen steckt. Daher sehen wir wenig von der Landschaft. Als wir den Jura durchfahren, kommt dann aber die Sonne mit aller Kraft durch. Am frühen Nachmittag erreichen wir Mionnay, wo einige Zeit später Traudel und Klaus eintreffen.

Dienstag, 11. Jan.: Wieder wird unsere Fahrt in den Morgenstunden von reichlich Nebel begleitet, der sich aber um 11.00 Uhr lichtet und durch wohltuenden Sonnenschein ersetzt wird. Unsere Navis (Programmfehler?) weisen uns verkehrt, so dass wir über einen Umweg auch Avignon streifen, und unter der großen Festung durchfahren. Ab hier dürfen wir Kreisverkehre ohne Ende erleiden ebenso wie rote Ampelwellen. Meze, unser eigentliches Tagesziel, ist inzwischen WOMO-freie Zone geworden – es wird immer schlimmer. Daher übernachten wir an einem Fernfahrerlokal. Hier essen wir hervorragend. Hermi und Manfred stoßen jetzt nach einer Wahnsinnsfahrt über Polch (Reparatur der Heizung) zu uns. Nun sind wir komplett.

Mittwoch, 12. Jan.: Komplett? Bis zur Einfahrt nach Spanien sind wir komplett, dann stellt Manfred an seinem linken Zwillings-Hinterrad einen „Platten“ fest. Hoffentlich ist das unser letztes technisches Problem! Hermi und Manfred blieben bei einer Reifenwerkstatt zurück und folgen nach der Reparatur. Wir anderen fahren weiter nach Sitges. In Barcelona werden wir Opfer unserer Navi und durchqueren die Stadt komplett – nichts für schwache Nerven. Um 17.30 Uhr fahren wir unseren Stellplatz in Sitges an. Gegen 20.00 Uhr trifft Manfred ein.

Donnerstag, 13. Jan.: Nach zügiger Fahrt und üppigem Einkauf bei LIDL treffen wir gegen 16.00 Uhr in Javea ein. Auf einem einfachen Stellplatz nahe der Bucht beziehen wir Station.

Freitag, 14. Jan.: Bei herrlichem Sonnenschein erkunden wir Javea. Mittag essen wir unter freiem Himmel im englischen Restaurant an der Promenade. Hermi überrascht uns am Nachmittag mit einer Torte vor unseren Mobilen und endlich können die Frauen mal wieder „Zocken“. Erst zum Abendessen wird es zu frisch, so dass wir uns in die Mobile zurückziehen.

Samstag, 15. Jan.: Auf der Fahrt von Javea nach Calahonda fassen wir in Alicante noch einmal Gas (LPG). Gegen 17.00 Uhr treffen wir in Calahonda ein, hier treffen wir Verena und Micha, die uns einige Tage begleiten werden. Wir stehen hier fast direkt am Strand. Die Nachttemperatur liegt über 10 Grad.

Sonntag, 16. Jan.: Heute liegt die letzte Etappe auf spanischem Boden an. Gegen Mittag erreichen wir Algeciras. Nach einem sonnigen Nachmittag und Verhandlung mit dem dritten Fährkartenmakler nehmen wir abends im Fährhafen Aufstellung. Marokko liegt vor uns – wir kommen!

Montag, 17. Jan.: Nach einer relativ ruhigen Nacht im Fährhafen fahren wir um 8.00 Uhr auf unsere Fähre nach Ceuta, wo wir nach einer leicht bewegten Seefahrt eine Stunde später eintreffen. Nach einer überraschend schnellen Grenzabfertigung fahren wir bis Tetouan. Hier besichtigen wir die erste marokkanische Medina. Eine eigenartige, arabische Atmosphäre umhüllt alles. Unser erstes marokkanisches Mittagessen – Kuskus – mundet hervorragend. Unseren Campingplatz für die nächste Nacht fahren wir in Martil an – C Al Boustane.

Dienstag, 18. Jan.: Wir treten die kurze Fahrt nach Chefchaouen an, einem moslemischen Wallfahrtsort mit spanischem Flair. Auf dem Cpl. Azilan, hoch über dem Ort, machen wir Station. Bei der Stadtbesichtigung fallen überall die vielen Hammel auf. Am Freitag ist Hammeltag, ein islamischer Fest- und Feiertag. In der Medina gibt es viele enge Gassen. Die Häuser sind alle hellblau gestrichen.

Mittwoch, 19. Jan.: Am Morgen verabschieden sich Verena und Micha, sie müssen nach Agadir. Vielleicht treffen wir uns auf unserer Tour noch einmal wieder. Wir fahren weiter nach Moulay Idris und nach Volubilis. In M.I. stoßen wir mitten in einen riesigen Viehmarkt, auf dem alle Hammel der Umgebung aufgetrieben werden. Wir schieben uns mit unseren Mobilen durch die Massen an Mensch und Tier. Wir sind froh, als wir M.I. verlassen. In Volubilis besichtigen wir die absolut bemerkenswerte Ausgrabungsstätte aus der Römerzeit mit vielen gut erhaltenen Mosaiken. Am späten Nachmittag erreichen wir Meknès. Wir machen Station auf dem Cpl. Bien Venue, den wir durch zwei kleine Tore erreichen, durch die unser Womo gerade so noch durchpasst.

Donnerstag, 20. Jan.: Unser Fußweg in die Innenstadt führt entlang der großen Festungsmauer des königlichen Palastes und Golfplatzes. Beeindruckend ist das Mausoleum Mulay Ismail in seiner orientalischen Pracht. Das berühmteste Stadttor Marokkos, das Bab El Mansour, ist leider von einer dicken Staubschicht bedeckt. Der Gang durch die Medina ist ein Geschiebe und läuft mit Körperkontakt ab.

Freitag, 21. Jan.: Bei herrlichem Wetter fahren wir von Meknes nach Fes und verbringen den Nachmittag auf dem schönen Campinglatz Diamant Vert. Der Straßenverkehr ist wegen des Hammelfestes minimal. Die Nachttemperaturen liegen kurz über dem Gefrierpunkt, tags ist es so warm, dass wir kurzärmlig unterwegs sind.

Samstag, 22. Jan.: Wir starten mit Fremdenführer und Minibus zur Stadtbesichtigung. Auch heute ist immer noch wenig Straßenverkehr. Von einem hochgelegenen Aussichtpunkt, einer Gebetsfläche speziell für den Hammeltag, genießen wir die Aussicht über Fes mit ihren drei Stadtteilen. Wir lernen kleinste Gassen in der Altstadt kennen, besichtigen die berühmte Keramikwerkstatt, in der leider wegen des Feiertages nicht gearbeitet wird, genauso wie die Gerber- und Färbereien. Natürlich bleibt uns auch ein Teppichhändler nicht erspart. Mittag essen wir ganz vorzüglich in einem edlen marokkanischen Restaurant.

Sonntag, 23. Jan.: Heute ist Ruhetag mit Putz- und Flickstunde auf dem Campingplatz angesagt.

Montag, 24. Jan.: Bei Morgennebel, der sich aber bald auflöst, starten wir Richtung Midelt. Es geht in die Berge, der Mittlere Atlas wartet mit herrlichen Panoramen auf uns. Wir passieren Azrou, das marokkanische Wintersportzentrum. Hier hat der marokkanische Geldadel seine Häuser. Es erinnert an deutsche Wintersportorte. Hinter Azrou machen wir in den bekannten Zedernwäldern einen Spaziergang und treffen tatsächlich auf die hier frei lebenden Affen, die uns erstaunlich dicht an sich herankommen lassen. Der Col Du Zad ist mit 2178 Metern der höchste Paß, den wir heute überfahren. Wir passieren viele schneebedeckte Berge. In Midelt übernachten wir auf dem Cpl. Municipale in 1488 Metern Höhe.

Dienstag, 25. Jan.: Heute ist der Hohe Atlas an der Reihe. Langsam aber stetig geht es aufwärts. Herrliche Fernsichten werden uns heute geboten. Die Bergkette des hohen Atlas ist schneebedeckt. Die Nordseiten der Berge waren noch grün, die Südseiten sind kahl und rotfarben vom Fels. Wir passieren den großen „Barrage Hassan Addakhil“-Stausee, der vom Fluss Ziz gespeist wird. Hinter Errachidia fahren wir auf den Cpl. Source bleue de Meski. Wir stehen unter Palmen an der blauen Quelle. Wir gehen auf die andere Uferseite des Ziz, wo eine vor 35 Jahren verlassene Kasbah steht. Im Fluss waschen Frauen ihre Wäsche.

Mittwoch, 26. Jan.: Die Wüste ruft – und wir kommen. Entlang des Ziz-Flusses sehen wir das letzte Grün. Ab Risssani wird es immer eintöniger, erst Geröllwüste dann kommen wir an den Erg Chebbi und es folgt nur noch Sand und Staub. Ab Merzouga fahren wir ca. 2 km Piste. Hier fährt sich Manfred auch noch fest. Vereinte Kräfte und ein Geländewagen machen ihn wieder flott. Direkt vor 160 Meter hohen Sanddünen bei der Auberge Traditionale beziehen wir Station. Die Unermüdlichen besteigen natürlich auch noch die Dünen.

Donnerstag, 27. Jan.: Nach einem schönen Sonnenaufgang bei 2 Grad Celsius starten wir um 10 Uhr zu einer Jeeptour um den Erg Chebbi. Manfred und Hermi bleiben zurück, da sie diese Tour schon vor einem Jahr gemacht haben. Es wird für uns eine unvergessliche Fahrt, die man nicht beschreiben kann. Man muss es selbst erlebt haben. Die Eindrücke der Sahara, wenn auch nur am Rande, und die unendlich vielen Lichtnuancen der Wüste sind tief beeindruckend. Den Abend beschließen wir mit Berberpizza und Rotwein. Es machen sich heftiger Wind und eisige Kälte auf.

Freitag, 28. Jan.: Nach stürmischer und lausig kalter Nacht zeigt das Thermometer minus 2 Grad Celsius an. Der Wind hat Sand durch alle Ritzen gepustet und 100 km nördlich von uns, in Errachidia, ist Schnee gefallen. Es ist ungemütlich. Kurz nach 10.00 Uhr brechen wir auf zur Todra-Schlucht. Auf der Fahrt treibt der Wind noch einiges an Sand über die Straßen. Nach drei Uhr fahren wir auf den Cpl. Soleil in der Todraschlucht. Hier stehen wir sehr gut und die Sonne scheint auch. Aber die kalte Luft aus dem Norden merken wir auch hier.

Samstag, 29. Jan.: Nach kalter Nacht (-4 Grad) belagern unsere guten Geister (Fatimas) die beiden Waschmaschinen auf dem Campingplatz. Für uns Männer ist Flucht angesagt. Klaus besteigt sein Fahrrad und Manfred und ich holen unsere Roller aus den Garagen. Wir starten zu einem kleinen Trip nach Tinerhir. Wir suchen eine marokkanische Flagge. Traudel wünscht sich so eine und sie hat in kürze Geburtstag. Nach einigem Suchen finden wir Flaggen, aber nur als Meterware. Die ganze Gegend ist damit geschmückt, denn der König hat sich zur Visite abgesagt. Ein Bummel über den Suq füllt die nötigen Vorräte wie Obst und Gemüse und auch Brot wieder auf.

Sonntag, 30. Jan.: Auch diese Nacht war wieder elendig kalt. Nach dem Mittagessen, bei etwas gestiegenen Temperaturen, fahren wir mit zwei Rollern und einem Wohnmobil fast 30 km in die Todraschlucht hinein. Wunderschöne Berg- und Felsmassive erwarten uns. Es ist beeindruckend, was die Natur so alles fertig bringt.

Montag, 31. Jan.: Nachdem wir um 8.30 Uhr die Mannschaft des Campingplatzes geweckt und dann endlich bezahlt haben, verlassen wir diesen, um nach Ouarzazate zu fahren. Heute jedoch kommt uns der König von dort entgegen. Die Ortschaften sind geschmückt und an den Straßen stehen in kurzen Abständen Polizei und Militär, um die Strecke zu sichern. Auf der Hälfte der Strecke müssen wir am Straßenrand halten und eine reichliche Stunde warten, bis der königliche Tross an uns vorbei zieht. Der Konvoi umfasst an die 100 Fahrzeuge und Motorräder, sowie einige Hubschrauber. In Ouarzazate besichtigen wir die Kasbah Taourirt.

Dienstag, 1. Febr.: Unsere erste Station nach wenigen Kilometern ist Ait Benhaddou, ein alter Ort, der unter dem Schutz der UNESCO steht. Heute leben hier noch zehn Familien ohne ausreichend Trinkwasser und Strom. Der Ort selbst ist noch in alter marokkanischer Bauweise erhalten und bietet tolle An- und Aussichten. In Taliouine auf dem Cpl. Toubkal machen wir Station. Mit einem abenteuerlichem Kleinbus fahren wir in den Ort, um die Safran-Kooperative zu besichtigen und auch noch um einige Einkäufe u tätigen.

Mittwoch, 2. Febr.: Heute verlassen wir das Bergland. Im Sous-Tal sehen wir wieder viel Grün. Die ersten Arganienbäume sehen wir hier – aber leider ohne Ziegen. Das mildere Flachlandklima tut nach der Kälte des Hochlandes uns allen sehr gut. Verena und Micha warten in Taroudannt bereits auf uns. Wir stehen hier vor der großen Stadtmauer, die um den ganzen Ort reicht. Wir durchstreifen den Suq.

Donnerstag, 3. Febr.: Nach der ersten Nacht im positiven Temperaturbereich und nachdem wir uns von Verena und Micha verabschiedet haben, brechen wir auf zum Atlantik. Bei Agadir tätigen wir im Marjane-Markt einige Einkäufe. Unser heutiges Ziel heißt Aglou-Plage, westlich von Tiznit. Am Aglou Beach Hotel finden wir einen Stellplatz mit Meerblick. Das Rauschen des Meeres begleitet uns zu fortgeschrittener Stunde in den Schlaf.

Freitag, 4. Febr.: Manfred und ich starten mit unseren Rollern nach Tiznit zum Tanken. Von hier fahren wir über die Berge, eine wunderschöne Strecke, nach Sidi Ifni. Alle besichtigten Camping- und Stellplätze an der Küste bis hoch nach Aglou-Plage können uns aber nicht überzeugen. Wir beschließen mit den anderen, hier einige Tage zu verweilen, und das herrliche Wetter zu genießen.        

Montag, 7. Febr.: In der letzten Nacht hat es erste Schauer gegeben, die sich am Tage wiederholen. Wir fahren mit Bus und Rollern nach Tiznit, um die Stadt zu besichtigen, die von einer großen Stadtmauer umgeben ist. Auch am Dienstag vereinzelt Schauer.

Mittwoch, 9. Febr.: Wir starten von Aglou Plage über Tiznit nach Tafraoute. Auf dem Paß Col du Kerdous, in 1100 Metern Höhe, genießen wir eine sagenhafte Aussicht. Bei der Abfahrt passieren wir schneebedeckte Gipfel und blühende Mandelbäume. Um Tafraoute erwartet uns eine herrliche Landschaft – herrliche Felsformationen und viele Arganienbäume.

Donnerstag, 10. Febr.: Islamischer Neujahrstag, nur wenige Geschäfte haben heute geöffnet. Manfred und ich fahren mit unseren Rollern ins Ammelntal. Hier fahren wir auf zum Teil abenteuerlichen Pfaden auch durch einige Bergdörfer. Das Tal der Ammeln liegt zwischen großen Bergformationen. Hier wachsen viele Arganienbäume und auch Dattelpalmen.

Freitag, 11. Febr.: Heute steht der Agadir Tasguent, der älteste Marokkos, auf unserem Besichtigungsprogramm. Um 10.00 Uhr werden wir von unserem Taxi bei unseren Mobilen abgeholt. Nach ca. 40 km Straße, vorbei an noch nicht blühenden Mandelplantagen, geht die Fahrt über Piste nach ca. 10 km weiter. Unser Fahrer kennt die Strecke auch nicht, so dass wir uns auch noch verfahren – abenteuerlich. Der Agadir thront auf einem Berg, den wir mühsam erklimmen. Die Kinder der beiden umliegenden Dörfer begleiten uns natürlich. Leider ist der Wächter bzw. Führer mit dem Schlüssel für den Agadir nirgendwo aufzutreiben. Wir kehren betrübt zurück.

Samstag, 12. Febr.: Manfred und ich fahren mit den Rollern zu den blauen Felsen. Hier hat sich vor ca. 20 Jahren ein belgischer Künstler verkünstelt und mit reichlich Farbe die Felsen bemalt – schöner sind sie nicht geworden. Die Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft mit üppig grünen und blühenden Pflanzen im Tal hat uns sehr gut gefallen. Es fangen überall die Mandelbäume an zu blühen. Auch hier stehen in den Dörfern auffallend schöne und große Häuser, die reichen Städtern als Sommerdomizil oder Alterssitz dienen.

Sonntag, 13. Febr.: Trübes Wetter mit zeitweise leichtem Regen.

Montag, 14. Febr.: In den frühen Morgenstunden hat es geregnet. Wir starten um 9.30 Uhr MEZ nach Agadir. Der Regen hat aufgehört und wir fahren über zwei Pässe auf schmalen, einspurigen Straßen. Bei Gegenverkehr heißt es: runter mit den rechten Rädern vom Asphalt. Der Weg durch das Hochland ist mit seinen wunderbaren Aussichten einfach grandios. Bei Tizrgane besichtigen wir den Agadir aus dem 13. Jahrhundert. Diese Schutzburg der Berber ist schon ein imposantes Bauwerk, leider finden wir auch hier nicht den Schlüsselgewaltigen, der uns vielleicht etwas mehr hätte zeigen können. Nach unserem Einkauf im Marjane-Markt finden wir einen Stellplatz neben der Av. Mohammed V in Agadir.

Dienstag, 15. Febr.: Nach dem Promenadenbummel essen wir in den Fischbuden im Fischereihafen von Agadir preiswert und gut. Wir sind kaum auf dem Platz zurück, da überrascht uns Inge Heuer mit zwei Freundinnen. Inge und Manfred Heuer stehen seit 16. Dezember auf der Platte. Inge überzeugt uns schnell, dass wir auf der Platte besser stehen. Wir setzen um.

Mittwoch, 16. Febr.: Wir besuchen den Suq in Auria und decken unseren Bedarf an frischem Obst und Gemüse. Auf der Busfahrt nach Tamrhakht werden im dichten Gedränge Manfred Heuer um sein Portemonnaie und Klaus um sein Handy erleichtert.

Donnerstag, 17. Febr.: Wir fahren unter Führung von Inge und Manfred Heuer nach Agadir. Nach ausgiebigem Mittagsmahl suchen unsere Frauen einen Waschsalon heim. Anschließend besuchen wir den Suq in Agadir. Keiner braucht etwas, trotzdem kehren wir mit vollen Taschen zurück. Der Abend ist so mild, dass wir den herrlichen Ausblick vor unseren Mobilen auf den Atlantik genießen können. Der aufkommende Wind schickt uns erst um 22.00 Uhr in unsere WOMOs.

Freitag, 18. Febr.: Manfred und ich fahren mit unseren Rollern zur Cascade von Immouzzer. Der Weg führt durch wundervolle Täler voll üppiger Vegetation und Berge mit 1250 Metern Höhe mit herrlichen Aussichten. Diese Höhe ist auf den Rollern sch....kalt, trotzdem blühen hier oben die Mandelbäume. Leider ist der riesige Wasserfall aber total trocken. Nach dem wir wieder bei den Mobilen eingetroffen sind, werden die obligatorischen Puffer gebraten. Erika hat an alles gedacht und wieder selbst gemachtes Apfelmus mitgebracht.

Samstag, 19. Febr.: Nach herzlichem Abschied von Heuers geht es weiter nach Essaouira. Wir stehen direkt an Hafen und Medina auf einem Parkplatz voll drangvoller Enge, aber herrlich zentral. Hermi plagt sich seit gestern mit einer Grippe, so dass wir alleine zu einem Medinabummel aufbrechen. Abends finden auf dem großen Platz zwischen Altstadt und Hafen Folkloredarbietungen statt.

Sonntag, 20. Febr.: Wir unternehmen einen großen Spaziergang um die Bucht von Essaouira. Außerdem besichtigen wir den Hafen, in dem reichlich Fischerboote und –schiffe liegen. Ein großer Medina- und Stadtbummel schließt sich an.

Montag, 21. Febr.: Heute führt unser Weg uns weiter nach Marrakesch. Nach einigem Suchen finden wir einen Stellplatz auf einem Parkplatz im Zentrum dicht an der Moschee Koutoubiya und am Jemaa el Fna, dem Platz der Gehängten. Am späten Nachmittag durchstreifen wir einen Teil der Medina. Auf dem Jemaa el Fna sind Gaukler und Schlangenbeschwörer anzutreffen. Hier essen wir auch am Abend an einem der Garküchen-Stände

Dienstag, 22. Febr.: Unser Spaziergang entlang der alten Stadtmauer führt uns zu den Saadiergräbern. Diese wirklich sehenswerten Gräber mit prunkvollen Mosaiken, Zederndecken und prächtigen Säulen sind erst 1917 wieder entdeckt worden. Der späte Nachmittag führt uns wieder in die Medina, aus der wir wieder einmal voll bepackt zu den Mobilen zurückkehren.

Mittwoch, 23. Febr.: Nach einem schnellen Weg durch die Medina besuchen wir eine kleine Koranschule, in der kleine Waisen unterrichtet werden. Dann gehen wir weiter zur Medersa Ben Yussef, der größten Koranschule Marokkos, die erst vor wenigen Jahren aufwendig restauriert wurde. Hier studierte die geistige Elite des Landes. Am Nachmittag unternehmen wir eine Kutschenfahrt durch Marrakesch.

Donnerstag, 24. Febr.: Bei trüben Wetter verlassen wir Marrakesch. Während der Fahrt regnet es immer wieder leicht. Vor El-Jadida an der Küstenstrasse lassen wir im Gaswerk unsere Gasflaschen wieder auffüllen. Der sehr schön angelegte Campingplatz International von El-Jadida ist unsere heutige Endstation. Hier erholen und entspannen wir uns bis zum Sonntag. In dieser Zeit besichtigen wir das portugiesische Viertel mit seiner alten Festung und der großen Zisterne sowie die Medina. Am Sonntag trübt sich das Wetter wieder ein. Regen und Sturm ziehen herein.

Montag, 28. Febr.: Wir fahren weiter nach Rabat-Salé. Anfangs sieht es so aus, als ob sich das Wetter wieder bessern will. Aber in Rabat-Salé ist Sturm und teils heftiger Regen angesagt. Trotzdem packen wir allen Mut zu einem Bummel durch die Medina von Salé zusammen.

 

Dienstag, 1. März: Traudel hat heute Geburtstag. Nach dem obligatorischen Geburtstagsständchen beginnt der Vormittag mit einem kleinen Rotweinumtrunk. Dann starten wir zur Besichtigung der Kasbah der Oudaias, einem imposantem Bauwerk in Rabat. Anschließend bummeln wir durch die Medina, wo wir in einer kleinen Garküche Mittag essen. Dann starten wir zum Hassanturm aus dem 12.Jahrhundert. Hier besichtigen wir auch das Mausoleum von Mohammed V. Kaum zurück bei den WOMOs stürmen wir das Mobil von Malchows, das Wetter lässt keinen Aufenthalt unter freiem Himmel zu. Traudel hat zu Kaffee und selbstgebackenem frischen Kuchen eingeladen. Auch abends sind wir wieder zu leckeren Schnittchen und Chianti eingeladen. Wir sagen: Danke!

Mittwoch, 2. März: Petrus hat ein Einsehen mit uns, heute haben wir blauen Himmel und herrliches Wetter. Wir starten mit zwei Taxen zu den Ruinen von Chellah, der Grabstätte der Merinidensultane. Imposante Ruinen und herrliche Grünanlagen voller Storchennester und hunderte von Störchen erwarten uns. Anschließend fahren wir in das Regierungsviertel zum Königspalast. Die ersehnte Wachablösung findet leider nicht statt. Ein Bummel durch die Medina von Salé folgt am Nachmittag.

Donnerstag, 3. März: Das schlechte Wetter hat uns wieder. Wir fahren weiter Richtung Norden. Es geht auf die Autobahn (mautpflichtig) bis Mulay-Bousselham. Bis auf einen Rundgang am schönen Strand und Mittagessen auf der Dorfstraße zwingt uns der Regen in die Mobile.

Freitag, 4. März: Bei schlechtem Wetter mit viel Regen und Sturm geht es weiter nach Asila. Wir stehen im Hafen auf einem großen Stellplatz. Auch heute hält uns bis auf einem kleinen Stadtrundgang der Regen in unseren Mobilen.

 

Samstag, 5. März: Das Barometer ist deutlich gestiegen. Nach dem Frühstück kommt die Sonne heraus und vertreibt das schlechte Wetter – die Welt sieht gleich ganz anders aus. Wir erobern die malerische Medina, die im andalusischen Stil gebaut ist.

Sonntag, 6. März: Bei Sonnenschein starten wir nach Tanger. Unser Weg führt über die Herkulesgrotten. In Tanger finden wir einen ständig bewachten Stellplatz mitten im belebten Hafen. Am späten Nachmittag starten wir unseren obligatorischen Medinabummel. Die letzten überflüssigen Dirham werden umgesetzt.

Montag, 7. März: Nach unruhiger Nacht starten wir früh zu unserem Fährhafen Ceuta. Unsere Fahrt führt entlang der wunderschönen Küstenstraße. Die Landschaft aus Bergen, Meer und viel Grün ist einfach herrlich. In Ceuta kaufen wir noch kurz etwas zollfrei ein und füllen unsere Dieseltanks noch einmal voll. Die Fährgesellschaften haben ihren Verbund zum 1. März gelöst, so dass das Einchecken problematisch wird – die Problemlösung ist eine Frage der Zeit von ca. 2 Stunden. In Spanien angekommen führt unser erster Weg zu Lidl, um neue Vorräte für die nächsten Tage zu fassen. Bei herrlichem Wetter finden wir in Estepona an der Playa Stellmöglichkeit für die nächste Nacht. Hier bleiben wir auch noch am Dienstag.

Mittwoch, 9. März: Wir fahren weiter nach Nerja. Auf einem Parkstreifen finden wir ausreichend Platz für die Mobile. Mittags essen wir eine sehr schmackhafte und gehaltvolle Paella aus einer Riesenpfanne. Wir genießen das schöne Wetter.

Donnerstag, 10. März: Wir fahren weiter nach Motril. Der tolle Parkplatz am Meer ist jetzt aber leider für Mobile gesperrt – absolutes Halteverbot für Mobile! Weiter geht es nach Calahonda. Bei schönem Wetter, etwas windig, stellen wir uns an den Strand. Am Nachmittag bezieht es sich etwas. Wir schlafen hier herrlich ruhig.

Freitag, 11. März: Wir verbringen den zweiten Tag am Strand. Abends setzen wir die Mobile um in den Ort.

Samstag, 12. März: Wir fahren weiter nach Mojacar. Hier stehen wir kurz vor dem Ort am Strand, wo wir auch eine sehr ruhige Nacht verbringen.

 

Sonntag, 13. März: Wir besichtigen Mojacar, den alten Teil, der wunderschön am Berg hängt. Der dort statt findende Flohmarkt lässt alle das Portemonnaie öffnen. Nach einer herrlichen Sangria vor den Mobilen verscheucht uns gegen 20.00 Uhr die Gardia Civil vom Strand, so dass wir in einer Seitenstraße im Ort übernachten.

Montag, 14. März: Heute geht’s es weiter nach Aguila. Im Hafen dürfen wir nicht mehr stehen, so dass wir auf eine Fläche vor dem Ort ausweichen. Bei Mercadonna haben wir Gehacktes entdeckt. Daher gibt es nach langer Zeit als zweites Frühstück mal wieder Feuerwehrmarmelade.

Dienstag, 15. März: Unsere Weiterfahrt führt uns heute nach Guardamar del Segura. Wir stehen im Parkgelände vor der Gärtnerei. Mittagessen ist beim Chinesen angesagt – reichlich und preiswert.

Mittwoch, 16. März: Endlich erleben wir die hoch angepriesenen und gelobten frisch geräucherten Forellen a` lá Klaus und Traudel. Am späten Nachmittag beginnt Klaus mit seinen Vorbereitungen. Zum Abendessen erwartet uns der kulinarische Genuss – einfach köstlich.

Donnerstag, 17. März: Mit einer Zwischenstation in Javea zum Essen beim Engländer fahren wir nach Denia. Hier beginnt heute das Falla-Fest. Wir stehen wunderbar am Hafenbecken. Beim Rundgang durch Denia sehen wir die riesigen Figuren, die in der Nacht zum Sonntag abgebrannt werden sollen. Es sind richtige Kunstwerke, die die Dächer der umliegenden Häuser überragen. Nachts um 24.00 Uhr setzt eine ohrenbetäubende Musik ein, die bis zu unseren Mobilen dringt. Erst gegen drei Uhr wird es wieder ruhig.

Freitag, 18. März: Über nacht sind an allen WOMOs von der Hafenverwaltung Zettel angebracht worden, mit der Aufforderung, das Hafengelände zu verlassen. Wir fahren zurück nach Javea, die anderen bleiben in Denia um am Falla-Fest teilzunehmen.

Sonntag, 20. März: Wir fahren weiter nach Burriana. In Hafennähe machen wir Station.

Montag, 21. März: Bei trübem Wetter mit feinem Nieselregen fahren wir weiter nordwärts. Kurz hinter Platja de Miami finden wir die Möglichkeit zum Stehen. Auch am Nachmittag lichtet sich nicht der Nebel, so dass wir in unseren Mobilen sitzen und uns die Zeit vertreiben.

Dienstag, 22. März: Unsere nächste Station heißt Blanes. Mitten in der Stadt hinter der großen Sport- und Mehrzweckhalle finden wir einen großen Parkplatz. Bis zum Abend stehen hier 20 Mobile. Wir stehen hier sehr ruhig.

Mittwoch, 23. März: Wir sind in Frankreich. Unseren Stellplatz finden wir in der WOMO-freundlichen Gemeinde Gruissan. Bei schlechtem Wetter stehen wir auf einem matschigen Platz am Yachthafen.

Donnerstag, 24. März: Genug der Schlammschlacht – wir fahren gen Norden. Hermi und Manfred bleiben zurück. Nach kurzer Fahrt im Dauerregen stellt Erikas Scheibenwischer den Dienst ein. Nach dem vierten Werkstattbesuch wissen wir, der Wischermotor ist kein Fiatteil. Wer weiß, was Weinsberg da verbaut hat. Weiter geht es ohne Wischer, aber Petrus hat ein Herz mit Erika – das Wetter wird besser. Die Fahrt über das Zentralmassiv und über die neue Riesenbrücke von Millau ist wunderschön. Spät abends erreichen wir abgekämpft den Stellplatz in Lapalisse. Hier erwartet uns eine ruhige Nacht.

Karfreitag, 25. März: Heute fahren Traudel und Klaus weiter nach Norden über Luxemburg heimwärts. Für uns geht es ostwärts nach Neuenburg. Die Nationalstraßen in Frankreich sind hervorragend ausgebaut. Die Landschaft ist sehr schön. In Neuenburg übernachten wir wieder an den Sportstätten.

Samstag, 26. März: Erika fährt in den Schwarzwald zu Freunden und wir fahren nach einer herrlichen Tour nach Hause.

 

Marokko – wir kommen wieder!