Reisebericht Frankreich

21. August – ?? November 2011

frühzeitiges Ende am 26. September

Sonntag, 21. August: Um 9.00 Uhr treffen wir uns mit Karin und Martin auf dem Park- und Ride-Platz auf der B 214 bei der Auffahrt zur A 2. Kurzes Foto und schon geht es los auf unsere Frankreichtour. Der ADAC hat für heute auf der A 2 bis Dortmund Staus vorausgesagt. Wir bleiben davon aber verschont. Nach dem Kamener Kreuz machen wir eine Mittagspause. Weiter geht es dann ohne Staus über Venlo durch Holland bis Antwerpen in Belgien. Die Stadt weist auf dem Expo-Gelände einen großen und weitläufigen Stellplatz im Grünen aus (5,25 € Nacht/Mobil). Wir rufen Rik und Madeleine an, die wir in Ungarn kennen gelernt haben. Beide besuchen uns auf dem Stellplatz. Alle freuen sich riesig. Rik will uns morgen seine Heimatstadt zeigen.

Montag, 22. August: Kurz vor 9.00 Uhr trifft Rik auf dem Stellplatz ein. Pünktlich starten wir dann mit den Fahrrädern, um Antwerpen zu erkunden. Wir sind einhelliger Meinung, einen besseren Fremdenführer hätten wir nicht bekommen können. Wir sehen Altstadt, Shopping-Center, Bahnhof, Diamantengasse und unternehmen eine Hafenrundfahrt. Während der Hafenrundfahrt versucht sich jemand mit einem Bolzenschneider am Schloss meines Elektrofahrrades. Offensichtlich wurde dieser aber gestört, er konnte sein missliches Werk nicht vollenden. Anschließend waren wir noch bei Madeleine und Rik zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Hiermit Euch beiden noch einmal vielen Dank.

Dienstag, 23. August: In der vergangenen Nacht hat es viel geregnet. Zum Aufbruch um 9.00 Uhr setzt auch kurzfristig der Regen aus, wird aber während der Fahrt umso heftiger. Nach zwei Stunden erreichen wir Brügge. Hier regnet es nicht mehr. Der Stellplatz in Brügge stellt eine absolute Dreistigkeit dar. Er ist sündhaft teuer – 22,50 € für eine Nacht, Entsorgung kostet 50 Cent extra, Strom gibt es gratis, die Mobile stehen so eng beieinander, dass bei offenen Fenstern der Nachbar einem mühelos das Salz auf das Frühstücksei streuen kann. Wäre die Altstadt nicht Weltkulturerbe, dürfte man hier nicht halten. Wir machen einen Stadtrundgang, eine Bootsfahrt auf dem Fluss und in den späten Nachmittagsstunden fahren wir mit den Rädern am Kanal um die halbe Stadt und dann noch einmal durch das Zentrum.

Mittwoch, 24. August: Schon vor 7.00 Uhr werden wir durch reichlich Lärm der Stadtreinigungsfahrzeuge geweckt. Brügge sieht uns sicher nie wieder, wenn es auch einen Besuch wert war. Auf der Fahrt nach Calais regnet es wieder heftig. Doch auch hier hat Petrus ein Einsehen mit uns. In Calais ist es trocken. Wir finden wieder im Hafen eine Lücke auf dem Stellplatz und haben Sicht auf den Ärmelkanal und die vielen Englandfähren. Wir erkunden mit den Fahrrädern die Stadt. Die Grünanlage vor dem herrschaftlichen Rathaus steht in voller Blüte – ein Traum.

Donnerstag, 25. August: Unsere Fahrt führt uns heute nach Equihen-Plage. Wir stehen direkt vor der Steilküste und darunter der breite und scheinbar endlose Sandstrand. Wir wollen unterwegs am Cap Blanc Nez Station machen, doch leider ist die Zufahrt zum Parkplatz durch höhenbeschränkende Balken für Mobile gesperrt – schade. Der Busparkplatz ist 1,5 km entfernt und der Aufstieg zum Cap ist steil – das ist uns zu mühsam. 2007 konnten wir hier stehen, so entgeht uns heute die tolle Aussicht. Auf dem Parkplatz des Cap Gris Nez können wir auch nur auf dem Busparkplatz stehen, der hier jedoch direkt neben den PKW-Plätzen ist. Auch hier sind inzwischen Balken vor den PKW-Parkplätzen. Wir genießen die Aussicht über den Ärmelkanal und können am Horizont schemenhaft die Kreidefelsen von England erkennen. Gaby hat am Morgen Kuchen gebacken, den wir uns in der Sonne schmecken lassen.

Freitag, 26. August: Das Wochenende steht vor der Tür. Wir fahren den Stellplatz in Fort-Mahong-Plage an, ein typischer Badeort an der Atlantikküste. Hier herrscht reges Treiben. Der Stellplatz ist zum Abend voll belegt. Die französischen Sommerferien enden in einer Woche, dann wird es sicher wieder etwas ruhiger werden. Wir beschließen daher, hier das Wochenende zu verbringen und nicht weiter auf Stellplatzsuche zu gehen. Es hat sich abgekühlt und nachts regnet es heftig. Das Wetter ist wechselhaft. Freitags besuchen wir den Wochenmarkt. Spaziergänge am weiten Sandstrand und durch die Dünen vertreiben uns die Zeit.

Montag, 29. August: Der Himmel ist verhangen. Wir ver- und entsorgen und starten zu unserem heutigen Tagesziel Le Treport. Zu- und Abfahrt vom Stellplatz sind jetzt mit dicken Bodenstempeln gesichert. Freigabe zur Einfahrt erfolgt erst nach Zahlung durch Kreditkarte – eine sehr umständliche und daher langwierige Prozedur. Nicht einmal die Franzosen kommen hiermit auf Anhieb klar. Es hat sich bereits eine kleine Schlange gebildet. Wir starten mit den Fahrrädern zur Besichtigung. Die Stadt hat seit unserem letzten Besuch nicht an ihrem Charme verloren. Am Dienstag besuchen wir auch den Stadtteil auf der anderen Hafenseite - Mers-les-Bains. Die Häuser hier sind entlang der Promenade sehr farbenfreudig angestrichen. Der Aufenthalt hier war ein kulinarischer Höhepunkt. Montags bereitete Karin ein leckeres Kaukasisches Schaschlik – sehr lecker. Dienstags haben wir wegen der großen Nachfrage bereits zum zweiten Mal Muscheln gekocht.

Mittwoch, 31. August: Heute früh zeigt das Thermometer nur 8,9 Grad C an. Wir haben eine klare Vollmondnacht gehabt. Die Temperatur steigt aber mit der aufkommenden Sonne schnell an. Um 9.00 Uhr drehen wir die Zündschlüssel. Unsere erste Station ist Ecamp. Wir haben Glück – im Hafen finden wir einen Parkplatz, der ab morgen gesperrt sein soll. Das wird schon heute respektiert. Schnell treten wir den Weg zur Bendectine-Brennerei und –Palais an. Hier wird der weltbekannte Kräuterlikör nach alten Geheimrezepten hergestellt. Im Benedectine-Palais gibt es ein kleines Museum mit großen Schätzen. Sowohl die Benediktiner-Mönche als auch der spätere Eigentümer Alexandre le Grand haben über genügend Mittel verfügt, um diese Schätze und Schätzchen zu sammeln. Vor 4 Jahren war das Palais leider geschlossen. Dafür werden wir heute reichlich entschädigt. Weiter geht es dann nach Etretat. Etwas außerhalb können wir auf dem Parkplatz halten. Nach einem kleinen Spaziergang erreichen wir den Strand von Etretat. Die berühmten Klippen an den Seiten der Bucht sind sehr beeindruckend anzusehen. Sie sind eines der Highlights der Normandie. Nach dem anschließenden Stadtbummel fahren wir weiter zum Cap d’Antifer. Vor vier Jahren haben wir hier unter dem Leuchtturm übernachtet. Heute steht dafür eine Wiese direkt an der Steilküste zur Verfügung. Im Laufe des Abends fahren hier nach einige Mobile auf. Zum ersten Mal stellen deutsche Mobile die Mehrheit über die französischen. Anfangs haben wir recht heftigen ablandigen Wind, der aber ab 20.00 Uhr spürbar nachlässt.

Donnerstag, 1. September: Unsere heutige Tagesetappe ist etwas größer. Es geht über die gewaltige Pont de Normandie (Maut 5,90 €) mit einer tollen Aussicht nach Honfleur. Hier treffen wir gegen 11.000 Uhr ein. Der riesige Stellplatz ist fast voll belegt. Einige Mobile sind wohl schon abgefahren, so dass wir schnell Platz finden. Honfleur, das malerische Städtchen, ist wieder eines der Highlights der Normandie. Die schmalen Gassen mit ihren alten Häusern, der Hafen mit den vielen Restaurants, die große Holzkirche und überall der üppige Blumenschmuck vermitteln eine großartige Atmosphäre.

Freitag, 2. September: Unser heutiges Ziel ist Arromansches-les-Baines. In Courseulles in der Juno Beach finden wir jedoch einen schönen Platz hinter den Dünen. Wir besichtigen kurz die Kanadische Gedenkstätte und beschließen hier zu bleiben. Zum Abend wird es brechend voll mit Mobilen – es ist Wochenende und die Franzosen sind mit ihren Mobilen unterwegs. Wir verbringen ein schönes, ruhiges Wochenende – endlich einmal faulenzen. Der Ort bietet in mehreren Hafenabschnitten Marinas für hunderte von Booten.

Montag, 5. September: Bevor wir hier Wurzeln schlagen, drehen wir ganz schnell die Zündschlüssel. Nach 12 km erreichen wir Arromansches-les-Baines. Die Parkgebühr vor dem Cinema Circulaire mit inzwischen 5 € empfinden wir als ganz schön heftig. Nach dem Besuch des „Rund-um-Kinos“ mit Darstellungen der Invasion gehen wir bedrückt zurück zu den Mobilen. Unser weiterer Weg führt uns nach Bayeux. Auf dem Park-/Stellplatz mitten in der Stadt machen wir Station. Wir besichtigen den bekannten 68,3 Meter langen Wandteppich von 1066 n.Ch. Hier wird der Feldzug von William dem Eroberer, der normannischen Eroberung Englands, dargestellt. Die Kathedrale Notre-Dame überrascht uns mit ihren riesigen Dimensionen.

Dienstag, 6. September: Kurz nach acht Uhr füllt sich der Parkplatz schnell. Gut dass wir bereits ver- und entsorgt haben, sonst wäre es für uns sehr eng geworden. Morgenstund hat halt Gold im Mund. Am Ortsausgang kaufen wir noch bei Aldi und Carefour ein. Weiter geht es entlang der Küste vorbei an der Omaha-Beach weiter zur Utah-Beach. Hier statten wir dem Museum einen Besuch ab. Das Freigelände lassen wir ausfallen – es regnet und stürmt heftig. Das Wetter wird immer besch…..ener. Wir machen in St-Vaast-la-Hougue Station. Der Stellplatz gehört zum daneben liegenden Campingplatz. Der Platz ist sauber, der Betreiber unfreundlich. Strom (inklusive laut Ausschilderung – kostet aber 2 € für wie viel?) – der Anschluss ist 50 m entfernt, W-LAN ist vorhanden – gibt es aber trotz Gebührenerhebung nur auf dem Campingplatz. Freundlichkeit schreibt man anders. Wir bleiben nur wegen des Wetters und des festen Untergrundes. Außerdem hat Karin für heute Abend „Große Küche“ angekündigt. Es gibt Scampies auf mallorquinische Art - lecker - eine Hochzeitsnacht auf der Zunge

Mittwoch, 7. September: In der Nacht hört der Regen auf. Während Gaby im Mobil einen Kuchen backt, gehen wir noch auf eine kurze Besichtigungsrunde durch den Ort. Bucht, Marina und Promenade sowie deren Parallelstraße sind sehr hübsch. Dann starten wir nach Mont St. Michel. Parkplatz und Stellplatz für Mobile sind gut gefüllt. Schnell finden wir einen Platz. Nach der Mittagspause starten wir zur Besichtigung. Der schmale Weg nach oben, gesäumt von zahllosen Souvenirläden und Restaurants, ist mit Menschenmassen verstopft. Es geht nur langsam voran. Wir besichtigen ausgiebig und genießen auch die tolle Aussicht von hier oben. Abends warten wir auf die Dämmerung. Mont St. Michel unter nächtlicher Beleuchtung ist ein toller Anblick.

Donnerstag, 8. September: Nach dem Frühstück starten wir. Der Weg führt durch ein großes Anbaugebiet für Gemüse und Salate, vorbei an durch die Ebbe trockenliegenden Flussläufen. Der Tidenhub liegt hier bei 13 – 15 Metern, so dass sich das auch auf die Flüsse bemerkbar macht. Unser Ziel heißt St. Malo. Promobil weist hier einen Stellplatz für 100 Einheiten aus, der aber geschlossen ist. Der Hinweis auf einen Platz im Hafen ist ebenfalls trügerisch. Wir fahren wie vor 4 Jahren den großen Parkplatz vor dem Aquarium an. Von hier fahren wir mit dem Stadtbus zur historischen Altstadt. Eine hohe Stadtmauer umringt die enge Korsaren-Altstadt mit ihren engen Gassen und Großen Häusern, die überwiegend aus Granitsteinen gemauert sind. Es ist ein reges Treiben von Touristen, Geschäften und zahllosen Restaurants. Fußlahm kehren wir zu den Mobilen zurück. Wir fahren weiter nach Erquy, einem kleinen Küstenort, mit einem Stellplatz fast direkt am Sandstrand. Abendtemperatur 24 Grad, nachts 20 Grad. Laut Wetterbericht sind es die letzten spätsommerlichen Warmluftströmungen. Hoffentlich wird es danach nicht gleich gar zu kalt. Es ist warm aber immer bewölkt. Trotzdem genießen wir hier die nächsten Tage.

Sonntag, 11. September: Wenige Minuten nach 8.00 Uhr steht Martin vor unserer Tür. Seine Bordbatterien sind leer – nichts geht mehr – können wir fahren, damit wieder etwas „Saft“ auf die Batterien kommt. Unser Frühstückstisch war schon gedeckt. Also abräumen und los geht’s. Nach 5 – 6 km finden wir einen Parkplatz zum Frühstücken. Martin lässt den Motor laufen. Nach Frühstück und Abwasch fahren wir bei Regenwetter nach La Roche-Derrien. Im Ort ist ein Stellplatz mit Stromversorgung zum Auffüllen der Batterien. Der erst kürzlich bei uns eingebaute Lade-Booster bewährt sich während der Fahrt bestens. 45 Ampere Ladestrom bei laufendem Motor vollbringen bei der 2stündigen Fahrt wahre Wunder. Unsere Trittstufe öffnet sich erst nach vielen Versuchen mit einer 1stündigen Verzögerung. Anfang des Jahres gab es schon einmal kurzfristige Probleme, die dann aber wieder verschwunden waren. Bei PhoeniX im Werk fand man keine Ursache. Vorsorglich habe ich jedoch Motor und Getriebe austauschen lassen.

Montag, 12. September: Als wir aufbrechen wollen, versagt die Treppe total – sie fährt nicht ein. Mit zwischenzeitlichen Rückrufen im Werk habe ich mehr als eine Stunde unter dem Wagen gelegen, den Motor von der Treppe getrennt, per Hand eingefahren und dann festgestellt. Im nächsten Baumarkt haben wir eine kleine Leiter gekauft – wir sind begeistert. Unsere Station heute ist Tregastel-Plage. Wir passieren auf dem Weg die Cote de Granit Rose. Tolle Gesteinsformationen sehen wir in den Buchten, auch hier im Ort.

Dienstag, 13. September: Die Ile de Crozon ist unser heutiges Ziel. Auf den Landstraßen durch fahren wir wieder viele Orte voller Blumenschmuck. Die üppigen Hortensien sind in diesem Jahr durch den vielen Regen etwas mitgenommen. Die Halbinsel selbst ist besonders üppig. In Camaret-sur-Mer machen wir auf dem schön angelegten Stellplatz Station. Der Spätsommer zeigt sich von seiner schönsten Seite. Spontan beschließen wir, hier zwei Tage zu bleiben. Waschtag ist angesagt. Zum Essen gibt es Pickert, eine Spezialität aus dem Lippischen - lecker. Vor dem Stellplatz stehen die ersten großen Menhire.

Donnerstag, 15. September: Nach dem Ent- und Versorgen geht es weiter. Unser heutiges Ziel ist Concarneau. In Quimper wollen wir die Kathedrale besichtigen. Leider finden wir keine Parkmöglichkeit. In Concarneau gibt es einen großen Stellplatz französisch eng aber mit 2 € für die Nachtstunden sehr preiswert. Der hübsche Ort verfügt über einen großen Hafen und eine tolle Festungsanlage auf einer Halbinsel mitten im Hafengebiet. Am Freitag gehen wir über den großen Wochenmarkt und durch die Markthalle. Wir kaufen mal wieder frische Miesmuscheln, die wir am Abend zubereiten wollen.

Samstag, 17. September: Bevor wir hier heimisch werden, geht es weiter. In Erdeven wollen wir Station machen und von hier uns die sagenumwobenen Menhire ansehen. Der hier ausgewiesene Stellplatz wird nicht nur von uns gesucht sondern auch von vielen Franzosen. Es gibt ihn aber nicht. Nach Kaffeepause und längerem Suchen fahren wir weiter und fallen fast über die zweitgrößte Menhirstelle in Kerzerho. Die Menhire stehen direkt an der Straße. Es ist schon beeindruckend zwischen den großen „Hinkelsteinen“ zu stehen. Wie mögen diese frühen Kulturen ohne unsere heutigen technischen Möglichkeiten mit diesen großen Brocken fertig geworden sein. Unser Weg führt uns weiter nach Quiberon, der letzten Station auf der schlanken Halbinsel vor der Belle-Ile, der schönen Insel. Hier tost der Wind und schüttelt uns auf dem Stellplatz gut durch.

Sonntag, 18. September: Nach tiefer Nachtruhe und gutem Frühstück starten wir in Richtung Piriac-sur-Mer. Auf einmal sehen wir ein Hinweisschild 400 m bis zu einer Gruppe von Dolmen, einer frühen Grabstätte, die ca. 3.500 Jahre alt sind. Auch diese stehen wieder direkt an der Straße. Wir zwängen uns auf den kleinen Parkplatz, um die Steine zu besichtigen. Gegen Mittag treffen wir dann auf einem kleinen Stellplatz in Piriac-sur-Mer ein. Es sind keine 50 Meter bis zum Strand. Außer einem Strandspaziergang und einer Fahrt mit den Rädern in den Ort ist faulenzen angesagt.

Dienstag, 20. September: Karin und Martin wollen heute die Heimfahrt antreten und wir wollen weiter entlang der Atlantikküste in den Süden fahren. Zuvor wollen wir aber noch in St. Nazaire das Airbus-Werk besichtigen. Vor dem Werkstor erfahren wir, dass die Besichtigung nur über die Tourist-Info im Ort zu buchen geht. Wir verzichten. Wir wollen den Campingplatz in Nantes anfahren und hier will Gaby den fälligen großen Waschtag einlegen. Hier wollen wir uns dann auch voneinander trennen. Doch manchmal läuft alles anders. In einem mehrspurigen Kreisverkehr kommt es zwischen uns und einem Franzosen zur Kollision. Nach erfolgter Abwicklung geht es zum Campingplatz. Die Abwicklung wird wesentlich vereinfacht durch das mehrsprachige Unfallprotokoll-Formular vom ADAC. Früher konnte man sich dieses aus dem Internet herunter laden – heute kostet es Geld und ist nur in den Geschäftsstellen erhältlich. Karin und Martin kommen noch mit auf den Platz für eine Nacht und wollen uns aufrichten. Gott sei Dank gab es keinen Personenschaden. Bei uns ist auf der rechten Seite die Blechschürze beschädigt. Wir wollen unsere Tour erst einmal abbrechen, um den Schaden bei PhoeniX richten zu lassen.

Mittwoch, 21. September: Wir werden Karin und Martin entlang der Loire begleiten. Es geht immer entlang des Flusses durch mit reichlich Blumen geschmückte Orten auf engen Straßen durch wunderschöne Landschaften. In Champtoceaux machen wir wieder hinter der Kirche auf dem Stellplatz eine Mittagspause. Von hier oben gibt es eine herrliche Aussicht auf das Loire Tal. In Montreuil-Bellay ist der Park(Stell)platz ab dem 16.09. wieder für Mobile frei gegeben. Wir finden gerade noch so zwei Plätze für unsere Mobile. Wir besichtigen noch das Chateau.

Donnerstag, 22. September: Wie immer starten wir um 9.00 Uhr. In Villandry vor dem Chateau machen wir eine Espresso-Pause und kurze Außenbesichtigung. Unser Ziel ist das Chateau in Chenanceaux am Fluss Cher. Auf dem großen Parkplatz dürfen wir nicht übernachten, so dass wir auf den parallel liegenden Parkplatz am Bahndamm ausweichen. Karin und Martin starten zur Besichtigung. Wir relaxen in dieser Zeit, da wir vor 4 Jahren das wunderschöne Chateau schon besichtigt haben. Die Beiden kehren total begeistert und fuß lahm zurück. (Weitere Fotos vom Inneren des Chateaus im Bericht von 2007)

Freitag, 23. September: Weiter geht es heute nach Chambord. Auch hier haben sich die Parkplatzkonditionen geändert. Nur Parken kostet für Mobile bis 7,90 m 6 €, Übernachten 20 €, Fahrzeuge über 7,90 m sind Busse und zahlen 45 €. Am Info-Stand können wir aber unser gezogenes Parkticket, automatisch vermessen auf über 7,90 m, abgeben. Gegen Zahlung von 6 € erhalten wir dann ein neues Ticket für freie Ausfahrt. Wir fahren mit den Rädern durch einen Teil der riesigen Parkanlagen. Karin und Martin besichtigen das Schloss. Bei dem Übernachtungspreis fahren wir jedoch noch weiter nach Beaugency. Hier stehen wir auf dem Stellplatz direkt an der Loire unter hohen Bäumen. (Auch hier weitere Fotos im Bericht von 2007)

Samstag, 24. September: Bei herrlichem Wetter geht es weiter Richtung Deutschland. In Geraudot machen wir auf dem Stellplatz am Lac de la Foret d‘ Orient Station. Bei dem tollen Wetter ist es hier schon mittags ziemlich voll. Wir finden gerade noch 2 Plätze. Eine kleine Radtour führt uns noch entlang des schönen Sees durch das Naturschutzgebiet. Am Sonntag verabschieden sich Karin und Martin. Mit 5 Wochen war es bislang ihre längste Tour. Bei Karin ruft der heimische Herd. Es war eine schöne, harmonische Zeit mit den Beiden zusammen.

Montag, 26. September: Heute starten auch wir nach Deutschland. Damit verlassen wir das Land mit den wunderschönen Ortsdurchfahrten voller bunter Blumen und Kreisverkehre. Leider hatten in diesem Jahr die Hortensien durch den vielen Regen arg gelitten. Wir wollen an die Mosel, um hier die Zeit bis zu unserem Reparaturtermin bei PhoeniX auszusitzen. Schade, denn eigentlich wollten wir in Frankreich ja noch so viel sehen. Wir werden das später nachholen. Heute fahren wir erst einmal den Stellplatz in Klüsserath an.